Kindergarten, Ullreichgasse, Wien 22, Büro für Architektur, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich

Kindergarten, Ullreichgasse, Wien 22, Büro für Architektur, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich Kindergarten, Ullreichgasse, Wien 22, Büro für Architektur, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich Kindergarten, Ullreichgasse, Wien 22, Büro für Architektur, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich Kindergarten, Ullreichgasse, Wien 22, Büro für Architektur, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich Kindergarten, Ullreichgasse, Wien 22, Büro für Architektur, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich

Planung Architekt DI Heinz Lutter
Mitarbeit Architekt DI Franz Berzl
DI Monika Berger, Joachim Kalchmair
Auftraggeber Magistrat der Stadt Wien / MA 19
Nutzfläche 980m², Kindergarten mit 6 Kindergruppen
Status Realisierung 1996 / 1997
Fotografie Margherita Spiluttini

Kindergarten - Ullreichgasse, Wien 22

Projektzusammenarbeit mit Architekt DI Franz Berzl

Die einzelnen Funktionsgruppen wie Gruppenräume, Verwaltung und Küche sind um eine zentrale verglaste Halle angeordnet. Durch differenzierte Gestaltung sind die verschiedenen Bereiche vor allem für Kinder gut ablesbar.

Lage, Orientierung
Das Kindertagesheim wird von Norden her über die Ullreichgasse erschlossen. Eingang, Verwaltung und Küchen sind nach Norden, die Gruppenräume und die Freiflächen nach Süden und Westen orientiert. In der zweigeschoßigen Eingangshalle werden über die Galerie die 3 Gruppenräume des Obergeschoßes erschlossen. Zwischen den Baukörpern der Gruppenräume sind überdeckte Freiflächen angeordnet.

Entwurfskonzept
Das Entwurfskonzept sieht einen kompakten Zusammenschluss der einzelnen Bereiche wie Aufschließung, Verwaltung, Küchen und Gruppenräume vor. In der architektonischen Gestaltung allerdings werden diese Bereiche als selbständige Baukörper gegliedert. Die einzelnen Funktionsgruppen werden um einen zentralen Raum gereiht, dadurch bilden sich die Eingangshalle und eine Folge von Räumen und Zwischenräumen. Glaselemente schließen die Zwischenräume zur Halle hin ab. Die verschiedenen Bereiche sind somit leicht erkennbar,
die Innen- und Außenräume werden dadurch erlebbar.
Es entsteht ein gut ablesbares, lichtes und transparentes Raumgefüge. Der östliche Abschluss der Halle ist durchscheinend. In diesem Teil der Halle ist Platz für Schauspiel, Veranstaltungen, Versammlungen etc. Von anderen Teilen der Halle, der Stiege und der Galerie
kann zugesehen werden. Die Gruppenräume sind geschlossene Baukörper mit »Erwachsenen – Fenstern« und mit »Kinder – Fenstern«.

Konstruktion
Das gesamte Gebäude ist in Stahlbeton hergestellt. Außen und (teilweise) innen wurden verschiedene Verkleidungen angebracht. Dieses Konzept verfolgt zweierlei:
1. Es soll (in diesem Fall besonders den Kindern) die Konstruktion des Hauses kenntlich machen: das Haus ist aus Stein – Stahlbeton ist dafür sehr effizient – und es wird mit verschiedenen Hölzern ausgekleidet, geschmückt – mit naturbelassenem Holz, Sperrholz, Paneelen, ...
2. Die Kinder beGREIFEN und lernen verschiedene Materialien kennen. Die Sichtbetonflächen sind zum Teil naturbelassen, farblos lackiert oder mit sehr verdünnter Farbe lasiert.

 

Veröffentlichungen
Der Stand der Dinge, Herausgeber Stadtplanung Wien
Konzeption Leopold Dungl
ISBN 3-901210-89-X
[Text Auszug]

Ausstellung
1998 in der Wiener Planungswerkstatt im Rahmen der Ausstellung »Wien, Kindergärten, Der Stand der Dinge«

Architekturführung
1998 des Architektur Zentrum Wien im Rahmen der »Sonntags Architektur«

Vortrag und Präsentation
im Juni 2000 im Rahmen von architektur – in progress
Kindertagesheim Ullreichgasse / von Walter Zschokke